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Casino-Radtour Saarn / Sechs – Seen – Platte / Speldorf / Styrum

Nach den vielen positiven Rückmeldungen zu den beiden Casino-Fahrradtouren 2016 trafen sich 23 Casino-Freunde in diesem Jahr am Wasserbahnhof zu einer weiteren Casino-Fahrradtour.

An der Ruhr entlang fuhren wir nach Saarn. Über den Nachbarsweg führte uns die Route zum Entenfang, über den Druchter Weg und die Saarner Str. Richtung Rahm fuhren wir nach Schloss Heltorf. Dort machten wir Halt und genossen den selbstgebackenen Kuchen.

Auf dem Rückweg fahren wir über die Sechs-Seen-Platte durch den Wald bis zur Monning.

Über die Raffelberg-Brücke gelangten wir auf den Ruhrtal-Radweg, der uns über Schloss Styrum und das Müga-Gelände zurück zum Wasserbahnhof führte.

 

France, doux pays – Jahresfahrt vom 15.06 bis 18.06.2017

Wer „Reims“ sagt, denkt an zweierlei: An eine der bedeutendsten Städte Frankreichs, deren geschichtliche Bedeutung sich vor allem in der berühmten Kathedrale konzentriert – und an Champagner. Damit hat er genau die Kombination, die die Casino-Gesellschaft geradezu nötigt, eine Jahresfahrt dorthin zu unternehmen.

Zunächst der erste Aspekt, dem wir uns gleich am Ankunftstag widmeten, dem absoluten kulturhistorischen Highlight, der Kathedrale. Seit der Merowingerkönig Chlodwig hier 498 vom heiligen Remigius getauft worden war, ist sie Krönungskirche der „allerchristlichsten“ französischen Könige gewesen, eine Bedeutung, die sich auch in dem überreichen Skulpturenschmuck niederschlägt, wie er wohl in keinem anderen Sakralbau zu finden ist.

Die korrespondierende Stadtbesichtigung fand dann am Samstag statt. Sie zeigte eine nach den Zerstörungen der Kriege großzügig wieder aufgebaute Stadt, in der sich Neues mit (teilweise vorgetäuschtem) Alten harmonisch verband. Diese Großzügigkeit, eine auffallende Sauberkeit und ein quirliges Straßenleben provozierten manchmal die Anregung, die Mülheimer sollten doch mal nachfragen, wie man sowas macht.

Der Champagner stand am zweiten Tag im Vordergrund auf der „route du vin“ nach Epernay, wo man auf der „Avenue de Champagne“ bekannte Champagnerhäuser wie Perlen auf einer Schnur aufgereiht findet. Wir steuerten auf das Haus „Mercier“ zu. Eine Fahrt durch die in 30 Metern Tiefe in einer Läge von 18 km aus dem Fels gehauenen Lagergänge, dazu die Schilderung der Transportmaßnahmen für das größte Fass Frankreichs (größer als das berühmte Heidelberger!) zur Pariser Weltausstellung ließen etwas von dem fast imperialen Geist erahnen, der Unternehmer vom Schlage Eugene Merciers beseelte. Nach einer eingehenden, detaillierten Darstellung des Produktionsprozesses am nächsten Tag im Reimser Haus „Mumm“ wussten wir endgültig, warum das Edelgetränk so teuer ist.

Aber nicht nur theoretisch machten wir mit dem Champagner Bekanntschaft. Dass sich an die Besichtigungen Verkostungen anschlossen, an deren Ende eine erkleckliche Anzahl wohlgefüllter Kartons in unserem Bus verschwand, versteht sich von selbst. Dazu kam der obligatorische Begrüßungstrunk vor den Mahlzeiten in ausgesuchten Lokalen, die z.T. große Begeisterung auslösten wie z.B. das „Relais de Sillery“. Je länger die ganze Fahrt dauerte, desto größer wurden Dank und Anerkennung für Ulii und Gerd Meier, die die vielen Termine vorher schon vor Ort so präzise geplant hatten, dass alles problemlos klappte und Freude und gute Stimmung immer mehr zunahmen.

Sogar für zwei ungeplante Höhepunkte war noch Platz: Eine spektakuläre „Son et Lumiere“- Show am letzten Abend löste die Kathedralen-Fassade in farbig-gleißende oder auch mystischdunkle Bewegung auf. Ein Besuch der Kirche St.Remi nach der Abfahrt am Sonntag vermittelte einen Eindruck von der stillen Harmonie dieses älteren Gotteshauses, die sich deutlich von der flammenden Gotik der großen Kathedrale unterscheidet.

Während der Heimfahrt durch die sanft schwingende Landschaft der Champagne konnte einem eine Zeile aus dem Rolandslied, dem Nationalepos der Franzosen, in den Sinn kommen:

„Terre de France, vous etes un doux pays“

Dy

Maienlust – 60 Casinofreunde bei Helene und Klaus Gummersbach

Das Ziel unserer Gesellschaft sind die Förderung und der Genuss des geselligen Lebens in einem gediegenen Kreise.

Vor diesem Hintergrund verbrachten über 60 Casino-Freunde einen wunderschönen Abend im großen und kleinen Saal des Restaurants Gummersbach. Dieses befindet sich in der Nähe der Mülheimer Stadtgrenze direkt am Schlosspark Essen-Borbeck. Seit über 30 Jahren wird das Restaurant von den Eheleuten Helene und Klaus Gummersbach geführt.

Mit den Eheleuten Gummersbach hatten wir ein 4-Gänge-Menü mit ausgesuchten Weinen zusammengestellt.

Casinofreunde bei der Veranstaltung Maienlust 2017

Soziale Skulptur und Spargelbuffet – Spargelfahrt am 30.4. 2017

Bestückt mit umfangreichem Informationsmaterial über die aktuelle Fahrt und weitere Veranstaltungen fuhren wir durch die in sich ruhende niederrheinische Landschaft zu unserem ersten Ziel, Schloss Moyland, das sich mit einem gewissen Doppelcharakter präsentiert: Einerseits blickt es auf eine 700-jährige, wechselvolle Geschichte zurück, deren Höhepunkt sicher das Zusammentreffen Friedrichs des (damals noch nicht) „Großen“ mit Voltaire war. Andererseits ist es seit etlichen Jahren als Museum für moderne Kunst bekannt geworden, dessen Schwerpunkt das Schaffen von Joseph Beuys bildet.

Für die Führung waren nur 90 Minuten veranschlagt, man muss sagen „leider“, denn vor allem der in der Region als Künstler bekannte Gerd Borkelmann verstand es nach interessanten historischen Erläuterungen ausgezeichnet, anhand typischer Arbeiten Joseph Beuys` Wandlung von einem Assistenten Ewald Matarés zum bedeutendsten Künstler seiner Zeit zu veranschaulichen, dessen ins Politische „erweiterter Kunstbegriff“ die Zeitgenossen aufregte: „Jeder Mensch ist ein Künstler“, er sollte sein Leben und die Gesellschaft als „Soziale Skulptur“ begreifen, nicht als Resultante sich widerstrebender Geld- und Machtinteressen. Wie Gerd Borkelmann das am Beispiel eines alten, mit banalen Gegenständen bestückten Kinderschlittens zu veranschaulichen verstand, konnte ein begeisterndes „Aha“-Erlebnis vermitteln.

Nach diesen geistigen Höhenflügen fuhren wir weiter nach Sonsbeck ins Waldrestaurant Höfer, um kulinarischen Genüssen zu frönen. Offensichtlich guter Appetit sorgte dafür, dass das 3-Gänge-Buffet rund um das jahreszeitlich aktuelle Edelgemüse so rasch abgeräumt war, dass wir die Rückfahrt 45 Minuten früher als geplant antreten konnten.

Dy

Casino-Freunde im Schloss Moyland

Jahresausklang mit dem Folkwang Kammerorchester Essen „VON KINDERN UND WUNDERN“

 

Über 90 Mitglieder und Gäste der Gesellschaft Casino im Parkhaus Hügel
Über 90 Mitglieder und Gäste der Gesellschaft Casino im Parkhaus Hügel

Die letzte Veranstaltung des Jahres fand traditionsgemäß wieder in der Villa Hügel statt mit einem Konzert des „Folkwang Kammerorchesters“ unter Leitung von Johannes Klumpp. Das Motto „Von Kindern und Wundern“ hatte nichts mit süßlicher Weihnachtsromantik à la „Jingle Bells“ zu tun, sondern mit hochkarätiger Musik, die einen Bezug zu Kindern hatte bzw. von Wunderkindern stammte.

Ein so ausgerichtetes Programm musste natürlich mit einem Werk des größten aller Wunderkinder beginnen, Wolfgang Amadeus Mozart. Zwar hat er es erst im „fortgeschrittenen“ Alter von 22 Jahren geschrieben, aber dafür verarbeiten seine bekannten Variationen auch ein französisches Kinderlied, dessen Melodie bei uns mit dem Text „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ gesungen wird. Das zweite Wunderkind im Programm war Felix Mendelssohn-Bartholdy, der „Mozart des 19.Jahrhunderts“, wie er von manchen genannt wurde, mit der fünften seiner zwölf Jugendsinfonien, die er etwa mit 12/13 Jahren schrieb.

Einen ganz anderen Bezug zu Kindern und Jugendlichen hatte Antonio Vivaldi, der „Rote Priester“ aus Venedig. Als Musiklehrer am „Conservatorio“ „Ospedale della Pieta“ leitete er ein Orchester aus Waisenmädchen, das in ganz Europa berühmt war, und wenn man Werke von ihm hört, wie hier z.B. die Konzerte für ein bzw. zwei Celli, dann staunt man, was er den Schülerinnen abverlangte. Dass seine Musik vor allem in den schnellen Sätzen vorwiegend aus rasanten Tonleiter- und Dreiklangsfiguren besteht, machte einen großen Teil ihrer Wirkung aus und bereitete einer gewissen Verbürgerlichung und Demokratisierung des Musikgeschmacks den Boden, aus dem dann schließlich die „Klassik“ erwuchs.

Einen ähnlichen Kinderbezug hatte das letzte Stück: Die „St.Paul`s Suite“ von Gustav Holst bezieht sich auf die „St. Paul`s Girls School“ in London, an der er lehrte und auf der seine Tochter Imogen ausgebildet wurde, die als Komponistin und Musikwissenschaftlerin ein bedeutende Rolle im englischen Musikleben spielte.

Dieses letzte Werk mit seinen pointiert herausgearbeiteten skurrilen Zügen war auch interpretatorisch der Höhepunkt des Konzerts. Vorher hatte sich das Orchester immer mehr gesteigert, vor allem in den Cellokonzerten von Vivaldi, deren Solisten mit heftigem Beifall bedacht wurden.

Schließlich erwies sich der Dirigent Johannes Klumpp nicht nur als souveräner Gestalter, sondern auch als Moderator mit Entertainer-Qualitäten. Er verstand es ausgezeichnet, die Zuhörer in lockerem Plauderton und ohne Rückgriff auf Fach-Chinesisch auf das Kommende vorzubereiten.

Im Anschluss an die Kunst schritt man dann zum kulinarischen Genuss im Parkhaus Hügel. Das hatte in der Vergangenheit schon illustre Gäste empfangen von verschiedenen Bundeskanzlern und -Präsidenten bis zum Papst. Also der angemessene Rahmen auch für eine Rückschau des Vorsitzenden Dr. Henner Kollnig auf das sehr erfolgreich verlaufene Jahr 2016 und eine Vorschau auf das hoffentlich genau so erfolgreiche 2017.

Dy

Casino-Freunde testen Essener Tal- und Wasserroute

Nach den vielen positiven Rückmeldungen zur Casino-Fahrradtour im Juli gab es  im September eine weitere Fahrradtour.

25 Casino-Freunde trafen sich wieder an der Auffahrt zum Radschnellweg Ruhr am Hbf in Mülheim. In Frohnhausen bogen wir wieder auf die „Wasserroute“ ab, dieses Mal jedoch nach Norden. Der Weg führt uns durch Essen-Altendorf und entlang des Borbecker Mühlenbachs bis zum Rhein-Herne-Kanal.

Die im Frühjahr 2014 entstandene Talroute verläuft als grünes Band entlang der Stadtgrenzen von Oberhausen, Essen und Mülheim. Diese 8,7 Kilometer Teilstrecke unserer Fahrt beginnt am Haus Ripshorst am Rhein-Herne-Kanal und führt durch das Hexbachtal weiter zur Aktienstraße und dann entlang der Naturschutzgebiete Winkhauser Tal und Kamptal zurück nach Essen-Schönebeck und zum Radschnellweg Ruhr.

Unterwegs machten wir Halt in der Finca & Bar Celona in Essen-Borbeck.

Casino-Freunde vor dem Restaurant

Casino – die älteste Bürgergesellschaft Mülheims feiert Jubiläum

Wir schreiben das Jahr 1816. Die napoleonischen Kriege sind soeben beendet, der Wiener Kongress hat sich daran gemacht, den Trümmerhaufen, den der große Held in Europa hinterlassen hat, aufzuräumen. Der „normale“ Bürger, ob klein oder groß, hat vom Heldentum gründlich die Nase voll und zieht sich in privat-geselligen, schöngeistig orientierten Lebensgenuss zurück.

In Mülheim tat das eine Reihe von Kaufleuten und Beamten, deren Vereinigung als „Casino“ in diesem Jahr erstmals urkundlich erwähnt wird, und zwar im Zusammenhang mit dem Erwerb eines eigenen Vereins-Gebäudes an der Ruhrstraße in der Nähe des Rathauses. Formulierungen des Kaufvertrages lassen aber darauf schließen, dass die Casino-Gesellschaft möglicherweise noch älter ist.

Eine markante Veränderung vollzog sich 1841/42: Die Casino-Gesellschaft erbaute an der Delle 57 ein zweites Vereins-Gebäude mit großem Ballsaal, Clubräumen, Kegelbahn und Weinkeller, das 100 Jahre lang für Veranstaltungen aller Art genutzt wurde, und gab sich eine Satzung. Der 18.6.1842, an dem König Friedrich -Wilhelm IV. von Preußen der Mülheimer Casino-Gesellschaft die Rechte einer Korporation verlieh, wurde lange als Gründungsdatum der Gesellschaft angesehen, bis Nachforschungen des Mülheimer Geschichtsvereins, die Herr Bernd Brinkmann in der Mitgliederversammlung 2014 vortrug, den historischen Horizont enorm erweiterten.

Das musisch betonte Emblem über dem Eingang des Gebäudes Delle 57 kann bei den Mitgliedern nur noch nostalgische Gefühle auslösen, da das Haus in den Kriegswirren durch das Verbot der Vereinstätigkeit verloren ging. Es wurde von der Stadt an die Freikirche verkauft und beherbergt in den Clubräumen zusätzlich eine private Musikschule.

Erhalten und lebendig geblieben ist aber die Casino-Gesellschaft als älteste Bürgergesellschaft Mülheims, die sich mit Hingabe der „Förderung und dem Genuss des geselligen Lebens in einem anständigen Kreise“ widmet, wie es in der Sprache von 1842 in der Satzung heißt. Das bedeutet ein breit gefächertes Angebot vom monatlichen Stammtisch und traditionellen Festen wie Wildessen und Stiftungsfest über kulturelle Veranstaltungen wie Ausstellungen oder Konzerte bis zu mehrtägigen Kultur- und Genussreisen zu Zielen im In- und Ausland.

Als fest in der Mülheimer Gesellschaft verwurzelte Vereinigung heißen wir jeden willkommen, der sich in diesem Sinne einbringen möchte.

Dy

 

Fahrradtour der Mülheimer Casinogesellschaft von 1816

Los ging es am 03.07.2016 an der Auffahrt zum Radschnellweg Ruhr RS1 am Hauptbahnhof in Mülheim. Auf der ehemalige Trasse „Rheinische Bahn“ wurde im November 2015 der zweite Bauabschnitt eröffnet, so dass der RS1 inzwischen von Mülheim bis zur Universität in Essen führt.

In Frohnhausen bogen wir ab auf die „Wasserroute“, die uns über das Rhein-Ruhr-Zentrum und die Margerethenhöhe in den ländlichen Stadtteil Essen-Schuir führte. Vorbei an der Walter-Hohmann-Sternwarte fuhren wir bis zur Ruhr in Essen-Werden. Von dort führte uns der Ruhrtal-Radweg über Kettwig zurück nach Mülheim.

Unterwegs machten wir Halt im „Gasthaus Alte Fähre“ in Kettwig.

Casinofreunde an der Ruhr
Casinofreunde auf dem Rad an der Ruhr

SEPA erfolgreich umgesetzt

Die Gesellschaft Casino e.V. hat an alle Mitglieder die Informationen versandt, die für die Abbuchungen z.B. der Mitgliedsbeiträge erforderlich sind. Vor jeder Abbuchung werden die Mitglieder rechtzeitig via E-Mail oder per Briefpost informiert. Fragen hierzu beantwortet unser Rechnungsführer Dr. Henner Kollnig.

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